Familienbeihilfe für Volljährige in Ausbildung

Für wen ist die Förderung gedacht?

Familienbeihilfe ist eine allgemeine Unterstützung für Familien von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (der Volljährigkeit) des Kindes.
Bei volljährigen „Kindern“ in Ausbildung (Lehre, Studium an einer FH, PH oder Universität) besteht unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin Anspruch auf Familienbeihilfe.
Der Anspruch auf Familienbeihilfe wird immer von den Eltern abgeleitet. Eine Direktauszahlung an volljährige Personen ist allerdings möglich.

Voraussetzungen

Die Eltern sind

  • Österreichische StaatsbürgerInnen oder
  • EU/EWR-StaatsbürgerInnen & Schweizer StaatsbürgerInnen oder
  • Drittstaatsangehörige, die sich auf Grund eines auf Dauer ausgerichteten Aufenthaltstitels in Österreich aufhalten  oder
  • anerkannte Flüchtlinge nach dem Asylgesetz

Der Anspruch auf Familienbeihilfe für Volljährige besteht, wenn

  • wenn sie eine Ausbildung machen (Lehre, Schule, Studium, Fachhochschule etc.)
  • wenn sie Erfolgsnachweise für diese Ausbildungen vorlegen können
  • und wenn ihr jährlicher Zuverdienst neben der Ausbildung nicht  10.000€ im Jahr überschreitet.

Mehr dazu auf help.gv.at

Für Zeiten zwischen Matura und Präsenzdienst/Zivil oder Ausbildungdienst bzw. danach und während des beim „Freiwilligen Sozialen Jahr“ siehe auch auf den Seiten der Arbeiterkammer.

Zur Altersgrenze: Die maximale Bezugsdauer für die Familienbeihilfe endet mit dem vollendeten 24. Lebensjahr. In bestimmten Fällen ist es möglich die Familienbeihilfe bis zum Ende des 25. Lebensjahrs zu beziehen, z.B.  wenn der Präsenzdienst/Zivildienst vor dem Studium absolviert wurde

  • oder bei Schwangerschaft oder schwerer Krankheit während der Berufsausbildung oder einer Tätigkeit als Studienrichtungsvertreter oder – vertreterin,
  • oder wenn die vorgeschrieben Studienzeit 10 Semester beträgt
  • bei einer Behinderung des Kindes/jungen Erwachsenen von 50%

Bei Studien, die in Abschnitte gegliedert sind, gibt es die Möglichkeit von Toleranzsemestern. Es sind  maximal zwei Studienwechsel möglich.
Für Personen ab 18 Jahren, die arbeitssuchend gemeldet sind und sich in keiner Ausbildung befinden, besteht kein Anspruch auf Familienbeihilfe.


Wenn Eltern ihrer Unterhaltspflicht nachweislich nicht nachkommen und keine Hausgemeinschaft mit ihnen besteht, kann der Anspruch auf Familienbeihilfe  auch von den Kindern abgeleitet werden.

Was wird gefördert?

Die Familienbeihilfe ist eine Unterstützung während der Schul - und Berufsausbildung, bzw. währende eines Studiums, wenn die vorgeschriebene Studienzeit eingehalten wird und ein positiver Studienerfolg nachgewiesen wird.


Wie wird gefördert?

Die Familienbeihilfe wird monatlich gemeinsam mit dem steuerlichen Familienabsetzbeitrag ausbezahlt.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Familienbeihilfe besteht aus einem Grundbetrag, der um Alterszuschläge (abhängig vom Alter Ihrer Kinder) und Geschwisterstaffelungsbeiträgen (abhängig von der Zahl Ihrer Kinder, für die Sie Familienbeihilfe beziehen) erhöht wird.

Mit dem Familienbeihilferechner der Arbeiterkammer können Sie Ihren individuellen Anspruch auf Familienbeihilfe berechnen:

  • http://familienbeihilfe.arbeiterkammer.at/


Für Kinder mit Behinderung gibt es eine erhöhte Familienbeihilfe. Sie wird zusätzlich zur Familienbeihilfe ausbezahlt.


Wichtige Termine

Die Familienbeihilfe kann jederzeit beantragt werden. Rückwirkend wird sie jedoch nur für fünf Jahre ab dem Monat der Antragstellung gewährt.

Für Studierende, die Familienbeihilfe beziehen:

  • Für das erste Studienjahr ist ein Studienerfolgsnachweis über 16 ECTS-Punkte (oder acht Wochenstunden) aus Wahl- oder Pflichtfächern des betriebenen Studiums oder eine Teilprüfung des ersten Diplomprüfung (des ersten Rigorosums) zu erbringen (einmaliger Leistungsnachweis).


Die Familienbeihilfe kann nach Unterbrechungen auch wieder erneut beantragt werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

  • Infoblatt des BMFJ: Familienbeihilfe für Studierende

Vorgehensweise

  • Sie füllen das Antragsformular aus  und übermitteln es an das zuständige Wohnsitzfinanzamt.

Für die Antragsstellung brauchen Sie zusätzlich folgende Unterlagen: Die Geburtsurkunde des Kindes, den Meldezettel des Kindes, den Meldezettel der Antragstellerin/des Antragstellers.


Wenn Sie bei finanzonline registriert sind, können Sie das gesamte Verfahren elektronisch abwickeln.


Volljährigen Personen kann die Familienbeihilfe direkt ausbezahlt werden, dazu muss ein Antrag gestellt werden.

Kontakt

Info-Telefon beim Familienservice des Bundesministeriums für Familien und Jugend

  • 0800 240 262, Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr.

Suche nach dem Wohnsitzfinanzamt   

Diese Informationen wurden zuletzt am 11.1.2016 mit den Webseiten von help.gv.at, www.arbeiterkammer.at und BMFJ abgelichen.